Mehr als nur Geld:
7 Möglichkeiten dein Startup zu finanzieren

Die Idee steht – das Team ist vollständig und der Businessplan geschrieben. Der Startschuss könnte schon längst gefallen sein – wenn da nicht die Sache mit dem Geld wäre… Wir fassen heute die gängigen Fundraising-Strategien zusammen und stellen Anlaufpunkte in der Vierländerregion vor.

 

Möglichkeit 1: Den Gürtel enger schnallen

Ab jetzt fließen alle Ersparnisse und Einnahmen ausnahmslos ins eigene Unternehmen und nicht mehr in den Kleiderschrank, den Kühlschrank, die Wohnung oder in andere private Bereicherungen. Auch in der digitalen Welt ist das Sparpotential enorm: Libre Office statt Microsoft Office, Gimp statt Photoshop und zahlreiche Tools als „Freemium“ Variante (siehe: Die besten Freemium Tools und Services).
Bootstrapping empfiehlt sich vor allem für Startups, die ein kleineres Start-Kapital benötigen oder beispielsweise ein „Lean Startup“ anstreben. Aber auch, wenn größere Summen benötigt werden, ist ein gewisser Eigenkapital-Anteil stets von Vorteil.

 

Möglichkeit 2: Staatliche Förderprogramme – alle Chancen ergreifen

Sei es der Gründungszuschuss der Arbeitsagentur, das Erasmusprogramm der europäischen Union für Jungunternehmer oder das Exist-Gründerstipendium für Hochschulabsolventen – es bestehen diverse Möglichkeiten für nahezu jedermann. Zumal derartige Programme nicht nur Unterstützung auf finanzieller Ebene bieten, sondern auch auf fachlicher und strategischer, beispielsweise im Rahmen von Workshops und Seminaren. Unabhängig vom derzeitigen Status besteht für alle Gründer die Möglichkeit zur Teilnahme an Businessplanwettbewerben sowie an Gründer- und Innovationswettbewerben. Hier winkt die Chance auf eine oftmals beträchtliche Siegersumme und, je nach Institution und Wettbewerb, auf professionelle Unterstützung bei der Umsetzung der Geschäftsidee sowie Zugang zu relevanten Netzwerken und Kontakten. Des Weiteren können die erzielten Auszeichnungen einem Startup zu mehr Aufmerksamkeit und Vertrauen verhelfen. Bestenfalls verschaffen sich Gründer einen Überblick über das kommende Jahr mitsamt allen Veranstaltungen dieser Art inklusive Terminen und Deadlines um keinesfalls relevante Events zu verpassen. In Liechtenstein findet beispielsweise alljährlich der Liechtensteiner Businessplanwettbewerb statt.
Neben diesen Wettbewerben gibt es zusätzlich staatliche Förderungen. Die Schweizer KTI Förderung richtet sich an forschungs- und wissenschaftsbasierte Startups, kann jedoch nur in Zusammenarbeit mit einer akkreditierten Forschungsinstitution erlangt werden. Der Technopark Liechtenstein hat deswegen enge Kooperationen mit der Uni Liechtenstein, dem NTB und RhySearch – alle drei sind für die KTI Förderung akkreditiert.

Weitere Förderprogramme in unserer Region:
Wirtschaftsförderungen in Liechtenstein: Förderungen der Regierung und Innovation Standort
Wirtschaftsförderungen in der Schweiz: Förderungen der Regierung
Wirtschaftsförderungen in Vorarlberg: Förderungen des Landes Vorarlberg

 

Möglichkeit 3: Der klassische Weg – Die Bank

Kredite oder Darlehen sind nach wie vor eine gängige Form der Finanzierung. Auch, wenn das Geld in diesem Fall inklusive Zinsen zurückgezahlt werden muss, ist der Weg zur Bank für viele Gründer unerlässlich. Der Vorteil ist hier, dass man keine Anteile am Unternehmen abgeben muss – weswegen sich dieser Schritt durchaus lohnen kann. Allerdings wird ein Kredit nicht immer ohne Weiteres gewährt. Aus diesem Grund sollte das Beratungsgespräch bei der Bank zur Antragstellung sorgfältig vorbereitet sein. Hilfreich ist hier in jedem Fall ein fertiger (und guter!) Businessplan. Des Weiteren empfiehlt es sich, private Vermögenswerte oder Bürgschaften als „Sicherheit“ mit einzubringen.

 

Möglichkeit 4: Send me an Angel

Businessangel sind häufig Personen, die selber ein oder gar mehrere Unternehmen gegründet haben und junge Gründer nun während oder kurz nach der Gründung bei ihren Vorhaben unterstützen. Doch wo findet man einen passenden Businessangel? Entweder, man sucht auf eigene Initiative, indem man sich zum Beispiel informiert, welche Personen in der gleichen oder in einer verwandten Branche wegweisend sind und von welchen Gründern andere Startups in der Vergangenheit unterstützt wurden, oder man schickt seine Geschäftsidee an Institutionen wie den Verein Business Angels Switzerland und wird dadurch bestenfalls an einen passenden Angel vermittelt. Oftmals streben auch Businessangel Anteile am Unternehmen an. Zudem investieren sie meist weniger als Venture Capitalists. Dafür stehen sie den Gründern mit ihrem Know How und ihrem Netzwerk zur Seite, was gerade in der Anfangsphase überaus wertvoll ist.

 

Möglichkeit 5: Accelerators / Inkubatoren

Inkubatoren unterstützen junge Start-ups nicht nur mit Kapital sondern begleiten die Gründer, bieten personelle Unterstützung und teilweise auch Büroräume. Accelerators können vor allem hilfreich sein, wenn es darum geht, den Entwicklungsprozess, unabhängig vom Reifegrad, zu beschleunigen. Bei dieser Fundraising-Strategie greift ein Team von Experten mit all seinem Know-how und unter Zuhilfenahme seines Netzwerkes in den Entwicklungsprozess ein und stellt zudem Kapital bereit. In diese Kategorie fällt auch der Technopark Liechtenstein – wir helfen bei der Analyse bis hin zur Entwicklung der Geschäftsidee und können dann auf ein starkes Netzwerk zurückgreifen. Dieses besteht nicht nur aus anderen Technoparks und institutionellen Einrichtungen sondern vor allem auch aus hochkarätigen Kontakten zu Wirtschaft und Politik.
Neben dem Technopark gibt es in Liechtenstein noch das Unternehmen Flin welches sich auf Fintech Unternehmen spezialisiert.

 

Möglichkeit 6: Crowdfunding – die Menge macht’s!

Beim Crowdfunding haben Gründer die Möglichkeit, ihre Geschäftsidee online auf verschiedenen Plattformen, wie z.B. Crowdfunding Bodensee zu präsentieren und somit Personen zu finden, die das Vorhaben mit kleinen Summen unterstützen. Im Gegenzug zeigen sich die Startups mit symbolischen Gegenleistungen erkenntlich. Auch, wenn bei dieser Form der Startup-Finanzierung nur selten große Summen erzielt werden, sollte Crowdfunding deswegen nicht generell ausgeschlossen werden, da es noch andere positive Effekte wie zum Beispiel die Evaluierung eine Idee am Markt mit sich bringen kann.

 

Möglichkeit 7: Auf Investorensuche gehen

Wer für seine Geschäftsidee ein hohes Kapital benötigt, greift meistens auf Investoren oder gar Großinvestoren zurück. Oft sind sie der einzige Zugang zu viel Kapital. Zudem hat diese Finanzierungsstrategie den Vorteil, dass das Geld nicht zurückgezahlt werden muss. Allerdings bekommen die Investoren Anteile und Stimmrechte, wodurch der Gründer einen Teil der Kontrolle abgibt und sich abhängig macht. Des Weiteren hat der Gründer jetzt nicht mehr nur die Verantwortung für sich selbst, sondern auch für die Investoren. Darüber hinaus muss er von nun an regelmäßig Bericht erstatten. Venture Capitalists steigen tendenziell in späteren Entwicklungsstadien in das Unternehmen ein, um einem hohen Risiko zu entgehen. Auf der Suche nach Venture Capital und einer maßgeschneiderten Lösung ist das Unternehmen B to V vor allem für Startups in der Bodenseeregion eine wertvolle Option. Darüber hinaus bieten Events wie der Investor Summit in Liechtenstein Gründern eine einzigartige Möglichkeit, geeignete Investoren für ihr Business zu finden.

 

Die Qual der Wahl

Welche Strategien sind nun die besten für mein Unternehmen bzw. meine Branche, die Höhe meines benötigten Kapitals, meine Ziele, meine Entwicklungsphase etc…?
Der Technopark Liechtenstein ist hier ein erfahrener Ansprechpartner, der helfen kann, genau diese Fragen zu beantworten.

So hilft der Technopark Startups

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