Startup Spotlight Liechtenstein – Daysoft AG -Mit VR & AR zu den Bedienungsanleitungen der Zukunft

Die Daysoft AG bietet Ingenieurslösungen im Bereich Virtual Reality und Augmented Reality, tragbare Technologien und Embedded Software Solutions. Die Softwarelösungen finden in vielen verschiedenen Sparten viele mögliche Anwendungsfelder. Das Startup entwickelt virtuelle Bedienungs-Erfahrungen, die sowohl den Vertrieb, das Marketing aber auch die Mitarbeiterschulung immens erleichtern können. Cemil Karakoc, der Geschäftsführer der Daysoft AG, verriet mehr über die Ideen des Startups.

Welches Problem löst dein Startup und für wen tut es dies?

Daysoft wurde 2017 in der Türkei gegründet. Die neugegründete Daysoft AG Liechtenstein stellt Anwendungen aus dem Bereich Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) für viele unterschiedliche Sparten zur Verfügung.Um dies zu veranschaulichen ein paar Beispiele:

VR im  Bereich medizinisches Training & Marketing:

Ein Hersteller entwickelt ein neues Bluttestgerät. Der Vertrieb hat Probleme das Gerät ordentlich vorzustellen. Die Daysoft AG modelliert auf Basis der Originalvorgabe, also des Bluttestgeräts, ein System und der Kunde kann per VR-Brille das Gerät ganz einfach ausprobieren und darin geschult werden, damit umzugehen. So ergeben sich völlig neue Möglichkeiten für Marketing & Vertrieb zum einen, aber auch für die Schulung von Personal.

AR im Bereich Fahrzeugtechnik / Schienensysteme:

Ein Zug muss in Bewegung gesetzt werden, der Anwender weiss aber nicht wie. Techniker zu schicken dauert lange und ist kostenintensiv. Durch sogenannte Foto Trails, also Fotos, die der Anwender von der Steuerungskomponente macht, erkennt das von Daysoft entwickelte System, um welche Komponente es sich handelt und erklärt dem Anwender Schritt für Schritt was er tun muss, um den Zug in kürzester Zeit in Gang zu setzen. Technisch gesehen reichen bereits verfügbare Fotokameras wie jene von einem Iphone oder Samsung Tablet aus – die Daysoft AG bietet das technische System, welches aus den Fotos erkennt was zu tun ist.

Mit Hilfe dieser Software und Applikation können sogar Laien mit dem Zug fahren. 

Derzeit entwickeln wir eine Editor-Umgebung, die es möglich machen soll, dass jedes Unternehmen und jeder Hersteller diese Anwendungen selber herstellen und nutzen kann. So ein System zu entwickeln ist sehr zeitaufwendig, wir entwickeln die Editor-Umgebung jedoch so, dass sie für andere gleich nutzbar ist und der real aufgezeichnete Bereich nur eingespeist werden muss. 

Cemil, wie kamst du zum Startup?

Ich bin gelernter Elektrotechniker aus Bregenz (A) und seit 9 Jahren selbständig. Ich kam in Kontakt mit dem Startup Daysoft, das sich in der Türkei schon einen Namen gemacht hatte und war sofort begeistert von der Idee. Ich wusste, dass ich Daysoft zum Durchbruch in der EU & Schweiz verhelfen möchte.  Ein Geschäftspartner machte das Angebot, dass ich die Vernetzung in Europa übernehmen könnte und schon war ich an Board. 

Wie seid ihr dann zur Startup-Gründung nach Liechtenstein gekommen?

Erst habe ich unsere Möglichkeiten zur Gründung in Österreich, Deutschland und der Schweiz abgeklappert. Wir suchten nach der bestmöglichen Lösung und wollten im EU-Geschäftsraum oder EU-nah gründen. Am Ende war es der Technopark Liechtenstein, der die idealen Voraussetzungen für unsere Startup-Gründung bot. 

Welche Rolle spielte der Technopark für die Gründung des Startups in weiterer Folge?

Eine zentrale Rolle, denn der Kontakt mit Othmar Oehri vom Technopark Liechtenstein war von Anfang an optimal. Die gute Lage des Technoparks und der vorhandenen Raum um Events abhalten zu können, hat uns zusätzlich überzeugt, denn wir haben einige internationale Kunden und wollen diese auch einladen können. Wir hätten uns auch für andere Orte im grenznahen Raum entscheiden können, doch der Technopark Liechtenstein hat uns einfach von Anfang an überzeugt.

Mit welchen Herausforderungen saht ihr euch während der Gründung konfrontiert?

Die für uns grösste Herausforderung in der Gründungsphase war sicher die richtigen rechtlichen Informationen zu erhalten. Es gibt ja einige Angebote zur Beratung und es hat uns viel Zeit, Energie und Geld gekostet, dass wir uns nicht gleich an die Wirtschaftskammer Liechtenstein gewendet haben.

Othmar Oehri vom Technopark Liechtenstein hat uns darauf hingewiesen, dass wir doch einfach direkt mit dem Amt für Volkswirtschaft kommunizieren sollen und das hat uns ungemein geholfen.

Ich kann nur allen Gründern und Gründerinnen empfehlen von Anfang an direkt mit offiziellen Stellen wie dem Amt für Volkswirtschaft zu kommunizieren, denn es wird ein hervorragender Service geboten und ihr erspart euch damit Ärger und Geld.

Was sind die nächsten Schritte für die Daysoft AG?

Wir werden den Editor weiter entwickeln, sodass jeder Unternehmer & Hersteller seine Aftersales Dokumentation selbst machen kann. Der Editor soll den hohen Qualitätsanforderungen eines Liechteinsteiner Produkts entsprechen und noch im letzten Quartal 2020 auf den Markt kommen. Wir sind natürlich auch nach wie vor offen für interessierte Investoren.

Erfahre mehr über die Leistungen des Technopark Liechtenstein

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