Startup Aptera: Mit der Credential Wallet lebenslanges Lernen vereinfachen

Tomal K. Ganguly ist Unternehmer, Unternehmensberater und Blockchain-Experte mit schwäbisch-indischen Wurzeln. Sein Werdegang ist eng mit Liechtenstein verknüpft und beim letzten Start-Upéro präsentierte er sein Startup Aptera – Data Hub for Digital Certificate Wallets. Das Startup bietet eine digitale Plattform, die lebenslanges Lernen vereinfachen und die Verifikation von Zeugnissen sicherstellen möchte, mit Hilfe modernster KI- und Blockchain-Technologien.

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 Tomal, was ist Aptera und welches Problem löst es?

 Aptera ist eine sogenannte multi-sided platform, bei der Lernende, Anbieter von Lernangeboten und Unternehmen zusammengebracht werden sollen. 

Nutzer der Plattform legen ein fälschungssicheres Portfolio an Ausbildungen, Zeugnissen und Skills an. Fälschungssicher deshalb, weil die Bildungsnachweise direkt von den Bildungsanbietern bestätigt werden und mit Unterstützung von Blockchain-Technologie in der Digital Wallet (dem Portfolio) gespeichert werden.

Alle verifizierten Ausbildungsnachweise befinden sich dadurch digital an einem einzigen Ort und Sie sollen jederzeit die Möglichkeit haben, innerhalb von wenigen Sekunden darauf zuzugreifen und Bewerbungen für Studiengänge, Kurse oder Jobs zu tätigen. Ganz einfach und und auch bequem vom Smartphone aus. 

Das allseits bekannte Suchspiel nach Zeugnissen in Umzugskisten oder Ordnern entfällt, ebenso notarielle Beglaubigungen und leidiges Einscannen. Auch für Studenten, die sich aus anderen Regionen dieser Welt bewerben wollen, werden gleichzeitig somit ganz neue Möglichkeiten eröffnet. 

Das hört sich gut an! Was kann die digitale Plattform noch?

Durch die Nutzung von KI-Algorithmen erhalten Sie auf Basis Ihrer Portfolio-Angaben Empfehlungen für Fortbildungen und Jobangebote mit allen wichtigen Informationen direkt auf Ihr Profil. Und mit nur wenigen Klicks können Sie sich für interessante Angebote direkt bewerben. Das immer wichtiger werdende lebenslange Lernen oder Talent Development wird so leichter umsetzbar.

Für Arbeitgeber und Ausbildungsanbieter von Vorteil – sie erhalten digitale Bewerbungen, bei denen Zeugnisse und Ausbildungsnachweise ganz sicher nicht gefälscht sind. Dies stellt eine massive Erleichterung dar, speziell im Umgang mit internationalen BewerberInnen.

Seit wann gibt es Aptera und wer ist mit an Board?

Aptera GmbH wurde im Oktober 2018 in München von Michaela Ernstberger (CEO), mir und Prof. Dr. Jürgen Ernstberger gegründet. An Bord befindet sich auch der Research Software Engineer Michael Gau, sowie in beratender Funktion Prof. Dr. Jürgen Ernstberger und Prof. Dr. Reiner Braun von der Technischen Universität München, sowie Prof. Dr. Jan vom Brocke von der Universität Liechtenstein.

Aptera hat mit Herrn Prof. Dr. Vom Brocke also auch einen Bezug zu Liechtenstein?

Ja, mein Lebensweg ist eng mit Liechtenstein verknüpft. Ich habe an der Universität Liechtenstein IT & Business Project Management studiert, unter anderem bei Prof. Dr. Vom Brocke, und fühle mich der Region stark verbunden. Ich habe sogar im Orchester Liechtenstein-Werdenberg Geige gespielt und konnte die kulturellen Werte des Landes auch aktiv mitgestalten. 

War das Thema Startup in Ihrer Studienzeit auch von Bedeutung?

Ja, ich hatte immer schon viele Ideen, habe z.B. Anfang der 2000er Jahre, während meiner Schul- und Studienzeit, als das Wort Start-Up noch nicht so stark ausgeprägt war wie heute, das deutsch-indische Informationsportal theinder.net gemeinsam mit einem tollen Team aufgebaut. Das Informationsportal ist mittlerweile im deutschsprachigen Raum das Grösste seiner Art. Das Fieber des Unternehmertums hat mich nie losgelassen und ich habe das Blockchain Start-Up OWN (ehemals Chainium) aus dem Ländle nach dem ICO eine Zeit lang in einer Rolle begleitet. Seit meiner Studienzeit war ich immer in Austausch und Kontakt mit dem Technopark Liechtenstein. Mit der Einführung der LVC (Liechtenstein Venture Cooperative) ergab sich eine gute Möglichkeit sich näher mit dem Gründen eines eigenen Unternehmens zu befassen.

Liechtenstein bietet viele Vorteile als Gründungsstandort, denn alle Stakeholder befinden sich an einem Ort. Sowohl die Unternehmen und als auch die Universität sind direkt vor der Haustüre und zum Thema Blockchain hat Liechtenstein ebenfalls einiges zu bieten.

Wie schaut es aus mit Zukunftsplänen – was sind die nächsten Schritte für Aptera?

Sowohl Universitäten als auch StudentInnen profitieren von der Digitalisierung von Prüfungsämtern, als auch dem Talent Development für StudentInnen – Aptera kann hierbei eine wichtige Rolle spielen. Wir sind bereits in Gesprächen mit ausgewählten Universitäten im deutschsprachigen Raum um die Plattform in Anwendung zu bringen. Durch unseren akademisch hochkarätig besetzten Beirat haben wir einen guten Zugang zu Universitäten, was derzeit noch ein Alleinstellungsmerkmal darstellt. Gleichzeitig sind wir offen für Gespräche mit Investoren. Lebenslanges Lernen ist eines der zentralen Themen der Zukunft. Eine Studie des WEF besagt, dass bis 2022 über 54% aller Angestellten von Weiterqualifizierungen & Umschulungen betroffen sein werden. Eine Herausforderung, der sich Aptera mit zeitgemässen Lösungen hinsichtlich Technik und Benutzerfreundlichkeit stellt. 

 

Erfahre mehr über die Leistungen des Technopark Liechtenstein

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